H346 Chondrodystrophie und Dackellähme

H346 Chondrodystrophie und Dackellähme bei der französischen Bulldogge

In letzter Zeit werden immer mehr Gen Tests angeboten und es ist möglich den ganz gesunden Hund zu züchten ?

Bereits 2009 Entdeckte man das Gen welches im Zusammenhang mit Chondrodystrophie und Chondrodysplasia steht.

Es kann also eine Veranlagung dieser Erkrankung getestet werden. Dieser Gene,ist für jede menge biologische Prozesse verantwortlich und man könnte meinen man testet es und züchtet halt mit freien Tieren um eine bahnbrechende Verbesserung der Zucht herbeizuführen.

Allerdings ist es so, wie immer das der Test an sich selber nur die halbe Geschichte ist.

Das würde also vom logischen Denken her bedeuten, dass ein Hund der eine oder beide Kopien trägt, sofort aus der Zucht entlassen werden müsste und man diese so einfach eliminieren kann.

Es handelt sich hierbei um ein Dominates Gene, welches mit einer Kopie schon ausbrechen könnte.

Bei der französischen Bulldogge tragen 90 Prozent beide Kopien und 10 Prozent eine Kopie dieses Genes und 0 Prozent bis heute Stand 18.07.2018 keine Veranlagung !

Es ist also ein Gen, was absolut normal ist und falls keine Kopie vorhanden ist, ist dieser Hund halt keine Reinrassige französische Bulldogge! Oder doch eine Ausnahme Hund der Wertvoll für die Zucht ist ?

Wie immer beginnt als Erstes die Euphorie und die Suche der Nadel im Heuhaufen!

Bevor die Ernüchterung einsetzt!

Die DNA ist einfach zu komplex um alles zu verstehen und es ist in der Tat so das diese Krankheit, falls Sie ausbrechen kann es schon in frühsten alter kann und somit dürfte keine französische Bulldogge älter wie ein paar Jahre werden.

Die Frage aller fragen ist also warum passiert genau das nicht?

Es liegt die Vermutung nahe das andere Gene genau diese Veranlagung unterdrücken und es Quasi keine Rolle spielt. Genau dasselbe ist bei vielen Veranlagungen die getestet werden können aber eine bestimmte Rasse einfach nie Erkranken lassen können.

Die Genetik der Rasse unterdrückt genau das und es ist unmöglich diese Krankheit jemals auszulösen.

Falls es jetzt möglich ist, ein Zuchtpaar ohne diese Veranlagung zu finden die der französischen Bulldogge schon sehr nahe vom Genotypen kommt ,kann die Zucht doch garantiert bahnbrechend verändert werden?

Auch das ist mehr, wie Fraglich da die ganze DNA einfach zu Komplex ist und nehmen wir mal an das alle DNA Testes, die heute gemacht werden können, sind Negativ und es würde quasi bedeuten, dass der Hund gesund ist und keine Veranlagungen von Krankheiten trägt und Weitergeben kann.

Was wäre also, falls man diese finden würde und damit züchten würde ?

Das kann sicher keiner genau beantworten und im besten Fall kann man diese Veranlagung herauszüchten und es passiert nichts. Es verändert sich etwas positiv und alle Probleme sind gelöst, wäre sicher das Optimale!

Es kann sich aber auch die Grösse der Hunderasse komplett ändern , neue Probleme entstehen und im schlimsten fall sind bei Erhalten dieser Veranlagung, keine anderen Gene vorhanden die das Ausbrechen der Krankheit verhindern und es passiert genau das Gegenteil des erhofften.

Leider ist also dieses auf den ersten Blick nur ein Wunschdenken und ein Manipulieren von Käufern die genau das glauben.

Der Fakt ist das jeder Hund ein Minimum von Veranlagungen für Erkrankungen besitzt. Man geht mindestens von 7 bei jeden Tier aus und somit sind diese bei einen DNA Screening einfach nur nicht gefunden worden.

Es muss nicht eine dieser Veranlagungen jemals ausbrechen.

Die DNA ist ein mächtiges Werkzeug und Sie kann, falls es Langzeitstudien gibt sicher sinnvoll und nutzbringend eingesetzt werden aber in der heutigen Zeit ist es leider So das ein halbfertiges Produkt rauskommt und es danach Updates gibt damit das Gerät überhaupt funktioniert.

Viel anders ist es in diesen Fall leider nicht , es wird ein Test angeboten und es ist fraglich ob dieser überhaupt ein Nutzen hat.

Für uns als Züchter ist es so das der Schwerpunkt nicht auf DNA und Veranlagungen gesetzt werden darf. Es ist höchstens ein Hilfsmittel und ersetzt nicht die normalen Untersuchungen und die Erfahrungen, die ein Züchter aus den Linien seiner Zucht zieht.
Es ist als Fingerspitzengefühl mit Fachwissen und Glück nötig eine Veränderung des allgemeinen Zustandes herbeizuführen.

Nichts aber auch gar nichts ersetzt den normalen Menschenverstand und das ist in der Zucht nicht anders als im normalen leben.

Es bedeutet aber trotzdem das man Genetische Forschungen unterstützen kann und mehr wie eine Forschung ist es im Moment auch noch nicht  und vielleicht erleben wir ja das Wunder und können uns als Züchter per Genetische Untersuchungen  über die Genetik selber stellen und eine Bahnbrechende Veränderung herbeiführen.

Obwohl Glaube an die Natur , Selektierung und an die Genetischen Evolution die sich manchmal auch sehr gut selber helfen kann zu  glauben  ,wäre vielleicht auch ein Weg.

Wir erwarten noch einige Meinungen von Genetikern zu diesen Thema und werden falls es Notwendig ist hier ein Update bringen. Solange steht es jeden frei auf das Wunder zu hoffen !

 

Der Text ist meine freie Meinung sowie Spekulation ohne Gewährleistung auf Richtigkeit und Unterliegt meinen Copyright.

 

Aussagen zu diesen Thema :

Doktor Thomas Jansen

Es scheint so zu sein dass die Mutation bei der Französischen Bulldogge nahezu fixiert ist. 4 von 32 untersuchten Tieren waren Mischerbig und alle anderen Tiere Reinerbige Doppelträger. In der Puplikation wird nur von einer erhöhten Anfälligkeit für Bandscheibenvorfälle gesprochen. Andere Bindegewebestrukturen ,zum Beispiel die Festigkeit des Bänderapparats an der Wirbelsäule spielen hier sicher zusätzlich eine wichtige Rolle ,ich würde nach kritischer Prüfung die genetische Variante als Risikofaktor betrachten.

Genetik Abteilung Laboklin :

Zum jetzigen Zeitpunkt ist bei der Französischen Bulldogge dieser Test nicht Aussagekräftig . Es wurde nur das Gene welches sehr komplex ist Isoliert. Es ist genauso gut möglich das andere Gene genau diese Veranlagung unterdrücken und es keine Relevanz zum jetzigen Zeitpunkt hat. Zeitnahe werden wir aus den Grund den Test auch nicht für die Französische Bulldogge anbieten.

 

 

 

 

Informationen !

Chondrodystrophy (CDDY and IVDD Risk) and Chondrodysplasia (CDPA)
Chondrodysdrophy (CDDY) is a trait that defines many dog breeds and is characterized by reduction of long bone length (shorter legs) as a consequence of early changes in the structure of growth plates. CDDY can also impact health of animals through an abnormal process that causes premature degeneration of the intervertebral discs. Two retrogene insertions of functional fibroblast growth factor 4 (FGF4) explain short-legged phenotypes of dogs. FGF4 gene is involved in many biological processes including bone development.
The first insertion discovered (Parker et al 2009) is an FGF4-retrogene insertion in dog chromosome 18 (FGF4-18). This FGF4-18 insertion explains a short-legged phenotype known as chondrodysplasia (CDPA) in breeds such as Basset Hound, Pembroke Welsh Corgi, Dachshunds, West Highland White Terriers and Scottish Terriers. CDPA inheritance is considered to follow am autosomal dominant mode.
The Chondrodysdrophy (CDDY) mutation was recently discovered by researchers in the Bannasch Laboratory at the University of California, Davis (Brown et al. 2017) as a second FGF4-retrogene insertion in dog chromosome 12. CDDY includes a short-legged phenotype and abnormal premature degeneration of intervertebral discs leading to susceptibility to Hansen’s type I intervertebral disc disease (IVDD). The intervertebral disc, which sits between vertebrae, is composed of an outer fibrous basket (annulus fibrosus) made of 70% collagen and an inner gel-like layer called the nucleus pulposus. These structures allow for flexibility of the vertebral column. In Chondrodystrophic breeds, premature calcification of the nucleus pulposus at early age (from birth to 1 year of age) results in degeneration of all discs in young dogs. These abnormal discs are predisposed to herniation into the spinal canal where the inflammation, and hemorrhage can cause severe pain and neurological dysfunction (myelopathy) termed Intervertebral Disc Disease or IVDD. IVDD has high mortality rate and high cost of surgical and medical veterinary care.
CDDY is inherited as a semi-dominant trait for height, meaning that dogs with 2 copies of the mutation are smaller than dogs with only 1 copy. With respect to IVDD, the inheritance follows a dominant mode, meaning that 1 copy of the FGF4-12 mutation is sufficient to predispose dogs to IVDD. Dogs that have both FGF4-12 and FGF4-18 show a more drastic reduction of leg length. One area of current investigation is how CDDY and CDPA might work in concert to increase the risk of IVDD.
The Veterinary Genetics Laboratory offers a combined test for CDDY and CDPA for breeds that have long and short leg phenotypes. CDDY and CDPA occur in many breeds. Testing for these mutations can help breeders determine if CDDY is present among breeding stock and to identify dogs at risk for IVDD. In breeds where both mutations are present, breeders can benefit from test results to implement breeding strategies to reduce incidence of CDDY, while retaining the short-legged phenotype conferred by CDPA.
CDDY variant has been found in breeds such as: Basset Hound, Beagle, Bichon Frise, Cardigan Welsh Corgi, Cavalier King Charles Spaniel, Chesapeake Bay Retriever, Chihuahua, Chinese Crested, American Cocker Spaniel, Coton de Tulear, Dachshund, Dandie Dinmont Terrier, English Springer Spaniel, French Bulldog, Havanese, Jack Russell Terrier, Nova Scotia Duck Tolling Retriever, Pekingese, Pembroke Welsh Corgi, Poodle (Miniature and Toy), Portuguese Water Dog, Scottish Terrier, Shih Tzu. This is not a complete list of breeds. Research on the distribution of this mutation across breeds is ongoing.
ORDER TEST KITS | PRICE LIST
Allow 5-10 business days for results.
Results reported as:
Chondrodystrophy (CDDY and IVDD Risk)
N/N
No copies of CDDY mutation.
N/CDDY
1 copy of CDDY mutation. Dog is at risk for IVDD. Mutation causes leg shortening compared to N/N dogs. When bred to an N/N dog will produce 50% of normal sized puppies and 50% of puppies at risk for IVDD.
CDDY/CDDY
2 copies of CDDY. Dog is at risk for IVDD. Mutation causes leg shortening compared to N/N dogs. Will produce 100% of puppies with shorter legs at risk for IVDD.
Chondrodysplasia
N/N
No copies of CDPA mutation.
N/CDPA
1 copy of CDPA. Mutation causes leg shortening compared to N/N dogs.
CDPA/CDPA
2 copies of CDPA. Mutation causes leg shortening compared to N/N dogs.
References:
Parker HG, VonHoldt BM, Quignon P, Margulies EH, Shao S, Mosher DS, Spady TC, Elkahloun A, Cargill M, Jones PG, Maslen CL, Acland GM, Sutter NB, Kuroki K, Bustamante CD, Wayne RK, Ostrander EA. 2009. An expressed fgf4 retrogene is associated with breed-defining chondrodysplasia in domestic dogs. Science 325(5943):995-8. doi: 10.1126/science.1173275.
Brown EA, Dickinson PJ, Mansour T, Sturges BK, Aguilar M, Young AE, Korff C, Lind J, Ettinger CL, Varon S, Pollard R, Brown CT, Raudsepp T, & Bannasch DL. (2017) FGF4 retrogene on CFA12 is responsible for chondrodystrophy and intervertebral disc disease in dogs.
PNAS 114 (43) 11476-11481.

 

 

Aktuelle Studie !

 

http://www.pnas.org/content/114/43/11476

 

Jul 18, 2018 | Posted by | Kommentare deaktiviert für H346 Chondrodystrophie und Dackellähme
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