Die Buchstaben der Farben beim Franzosen einfach erklärt

E-Lokus (Cream , Maske)

Der E-Lokus steht in der Hierarchie der Gene, die die Fellfarbe prägen, ganz oben. Auf diesem Lokus befindet sich das sogenannte Melanocortin-Rezeptor-1-Gen (MC1R). Es kann drei Allele ausbilden, E (Schwarz), Em und e (Gelb/Rot).

Obwohl das so nicht ganz Richtig ist. Cream überlagert nur alles und welche Farbe der Hund hat ist kaum noch zu sehen da Cream der Farbton ist der diese Aufhellung bringt. 

Somit kann jeder Cream Hund jegliche Kombination an Farben haben. 

Wissenswert ist das ein Cream Zeiger e/e , Em(x) / Em(x) ist ,also Maskenlos. Ein Cream Träger E/e hat also auch nur eine Maskenkopie EM / Em(x) 

em und e können sich allerdings auch einzeln zu 50 Prozent vererben. Somit kann auch ein E/E Maskenlos EM(x) / Em(x) sein.

 

K-Lokus (Brindle,Fawn,Einfarbig Schwarz)

Der K Lokus übernimmt eine Weichenstellung und legt die Farbe fest wie einfarbig (KB) oder KY für Fawn sowie KBR für Brindle

KB spielt bei der Französischen Bulldogge kaum eine Rolle was nicht bedeutet das es kein KB gibt. Testbar ist KB allerdings nur bei einen Labor in Amerika aber es ist auch ohne Test zu erkennen.

Die Dominanz der Gene ist KB / KBR / KY und was das bedeutet erkläre ich kurz. 

KB/ KBR bedeutet der Hund ist einfarbig und hat keine Sichtbares Brindle 

KBR / KY bedeutet der Hund ist Brindle 

KY / KY bedeutet der Hund ist Fawn. 

Da die meisten das jetzt immer noch nicht verstehen

KY/ KBR würde bedeuten der Hund ist Fawn und Trägt brindle was einfach nicht geht da das KBR / über das KY dominiert und der Hund ist Brindle.

KBR / Kb würde bedeuten der Hund ist Brindle und trägt die Veranlagung zur Einfarbigkeit was nicht geht da das KB über das KBR und auch KY dominiert . Der Hund ist also Einfarbig schwarz ohne Brindle.  (Kb/kbr)

Verstanden ? 

A-Lokus (Agouti)

Der A Lokus besteht aus Ay / AW was beim Franzosen nicht relevant ist und AT sowie A 

Die Dominanz ist AY , At , A 

Ay / At oder Ay / A ist also ein Dominat Gelber Hund in der Basis welcher AT ( Tan) oder A Rezessives Schwarz trägt. 

Nochmal die Dominanz erklärt A/At würde bedeuten der Hund  ist einfarbig und trägt Tan was nicht geht . Er ist Also At/ a und Zeigt die Farbe Tan und trägt Rezessive Farbe. Das Tan AT dominiert also über das A Rezessiv. 

Genauso ist es beim AY Dominates Gelb was über at und a Dominiert. 

Somit ergibt sich das ein Tan At/At oder At/ a  ein KY/KY auf den K Lokus benötigt. Der Tan Bereich erscheint jetzt in der Farbe des K Lokus als Tan in Fawn. 

Bei KBR bedeutet das ,das Brindle im Tan Bereich erscheint . und bei KB ist der Hund einfarbig Schwarz und das Tan nicht mehr sichtbar. 

Wichtig ist auch bei der Zucht von Tan auf Maskenkopien zu achten weil Maskenlos den Tan Bereich erweitert. Aber es gibt auch eine Unbekannte Variabel was bedeutet das ein Tan mit Maske Trotzdem erweitere Tans haben kann. Da wird eine weiter Modifikation über den E Lokus vermutete wie EG. 

 

Co-Lokus (Cocoa ,Franzosen Schoko)

Franzosen Schoko oder Cocoa 

Cocoa / Cocoa ergibt 2 Kopien und ist ein Zeiger und ergibt auch grüne Bernsteinaugen die Knallrot im Blitzlicht leuchten. 

Cocoa /N ist Mischerbig und somit hat der Hund eine Cocoa Kopie 

N/N bedeutet das kein Gene für Cocoa vorhanden ist ! 

Warum wird es nicht Co /Co angegeben ?

Das ist der Intermediäre Vererbung geschuldet und bedeutet das eine Kopie des Franzosen Schoko schon einen Effekt hat und die Dominanz nicht vorhanden ist . Co /co bedeutet das das Co  über Co Dominiert und es keinen Effekt auf die Farbe hat was ja nicht richtig ist. Daher die Angabe in N (None) .

Eine Kopie hellt also bereits Sämtliche Farben auf aber ergibt nur als junger Welpe grünliche Augen die aber in eine Normale Farbe wechseln und auch nur ab und zu Rot im Blitzlicht leuchten und nicht dauerhaft wie bei einen Zeiger. 

 

 

Der I Lokus (Intense)

 

I/I ist reinerbig farbintensives Phäomelanin (Rot/Orange/Gelb)
I/i ist mischerbig farbintensives Phäomelanin (Träger von Creme/Weiß)
i/i ist reinerbig für abgeschwächtes Phäomelanin (Creme/Weiß)

Der Test ist anders wie erwartet und man geht davon aus das das grosse I Intense bedeutet. 

Anders herum wird da allerdings ein Schuh heraus. Das kleine i wird getestet und bedeutet Non Intense da eine Verdünnung da ist die die Farbe aufhellt, 

Somit muss ein I Intense Hund nicht automatisch Rot sein aber er hat sicher einen schöneren Farbton da es nicht aufgehellt ist . 

Hier ist die Dominanz auch ganz klar. das gross I dominiert über das kleine und es werden 2 kleine i benötigt um die Aufhellung zum Tragen zu bringen. 

Viel denken sich jetzt . Jawohl ich will schöne Kräftige Farben und das kleine i ist Quatsch. 

Falsch gedacht da es unter anderen auch das Franzosen Schoko und Testbare Schoko aufhellt bekommt man dadurch einen sehr viel schöneren Schoko Ton.  Somit ist das grosse I bei Black und Blue und Tan in Kombination mit guten Rot sicher ein Highlight aber ein kleines i bei Schoko auch. 

 

M-Lokus (Merle)

 

Insgesamt unterscheidet man folgende sieben Merle-Allele: m, Mc, Mc+, Ma, Ma+, M, Mh

m = kein merle
Mc = Cryptic/kryptisches Merle – 200-230 bp
Mc+ = Cryptic/kryptisches Merle+ – 231 – 246 bp
Ma = Atypical/atypisches Merle – 247-254 bp
Ma+ = Atypical/atypisches Merle+ – 255-264 bp
M = Classic/klassisches Merle – 265- 268 bp
Mh = Harlekin Merle – 269-280 bp
Unterschiedliche Längen des Poly-A-Schwanzes der SINE-Insertion am M-Locus sind also verantwortlich für unterschiedliche Allele und damit auch für unterschiedliche Effekte bei der Aufhellung und Musterung des Merles. Je mehr Basenpaare vorliegen, umso „massiver“ der Effekt im Phänotyp! Je kürzer der Schwanz, umso weniger optische Effekte werden erzielt.

 

Verpaarungen die man nach Berücksichtigung des Tschg in Deutschland vermeiden sollte :

Mh/Mh,
Mh/M,
Mh/Ma+
Mh/Ma,
M/M oder
M/Ma+

Bei Merle kommt es Oftmals auf die Gene Länge an und die Steuert wie schön die Merle Zeichnung ist. Bei der Zucht wäre es wünschenswert falls beide Elterntiere auf Merle getestet sind um Fehler zu vermeiden. Allerdings ist die Gene Länge Ma schon ein sichtbares Merle und bei klaren Farben sollte man Optisch schon erkennen können ob Merle im Spiel ist. 

Die Vererbung der Merle Zeichnung ist einfach und ein Merle Tier gibt 50 Prozent Merle an seine Nachzuchten weiter. Das ist allerdings auf 100 Welpen bez. auf Unendlich . Bedeutet das es auch in einen Wurf ganz anders sein kann. 

Merle und Pied sollte mindestens eins der Elterntiere gute Pigmente haben oder es sollte sich um Fawn Schecken handeln. Ansonsten wird das Risiko von Pied noch weiter erhöht. 

Da die Labore nicht immer die gleichen Ergebnisse haben ist Tilla die auch die genaue Genelänge angeben bei Relevanten Tests wohl die beste Wahl.

m/m also 2 x keine Merle auf M/m (eine Merle Kopie) ergibt 50 Prozent Merle M/m 

 

B-Lokus Testbares Schoko 

 

Das Testbare Schoko Gene wird in 4 Gene aufgeteilt 

bd,

bc,

bs,

b4

Diese Gene sind miteinander Kompatibel !

Als Beispiel b/bs mit b/bc verpaart ergibt 50 Prozent bs und 50 Prozent bc als Schoko Zeiger. 

Anders verhält sich das ganze mit den Franzosen Schoko. b/bs mit b/b verpaart ergibt keine Zeiger aber 100 Prozent Träger beider Schoko Sorten also 100 Prozent B/b und 100 Prozent B/bs

Sollte der Hund mehrere Schoko Gene haben vererbt sich Jedes Gene zu 50 Prozent. Ist es aber ein Zeiger von Schoko wird immer einer der beiden Gene vererbt. Z.b bc/bs mit B/B verpaart ergibt 50 Prozent B/bc und 50 Prozent B/bs. Bei 3 Schoko in einen Hund z.b Bs,bc,bd auf B/B verpaart wird mindestens einmal B und einmal b vererbt. Aber selbst bei 2 Kopien von einen Elterntier kann sich das Testbare Schoko nicht ausprägen da Mutter und Vater einen Platz in der DNA auf diesen Lokus belegen. Somit bedeutet es nicht das der Hund bei 2 Kopien welche er von einen Elterntier geerbt hat Automatisch Zeiger der Farbe ist.  

 

D- Lokus (Blau)

D/D für keine Kopie von Blau

D/d Träger der Farbe Blau 

d/d Zeiger der Farbe Blau. 

Bei der Französischen Bulldogge ist bis 2020 immer noch kein Fall von CDA bekannt und somit ist auch diese Farbe als unbedenklich bei dem Franzosen anzusehen. 

 

S-Lokus (Weißscheckung, Piebald)

 

Studien haben ergeben, dass die weißen Flecken (Weißscheckung) beim Hund vor allem durch Variationen an einem bestimmten Gen (Microphtalmia-associated transcription factor, MITF) verursacht wird.

An diesem Genort kann eine Genvariante (Allel) auftreten, welche als S-Allel bezeichnet wird und durch eine Mutation verursacht wird (Insertion). Durch diese wird die Weißscheckung ausgelöst. Das Allel für Nicht-Scheckung wird demnach mit N“ bezeichnet.

Die Stärke der Ausprägung des Merkmals selbst ist über den Gentest nicht zu erfassen. Die Bandbreite reicht von einer mantelartigen Scheckung bis hin zur Extremscheckung.

Hunde mit einer ausgeprägten Scheckung leiden oft unter Taubheit. Diese tritt vor allem bei Tieren auf, bei denen sich die weiße Scheckung über den Kopf und die Ohren erstreckt.

Daher sollte bei Pied Verpaarungen mindestens ein Tier gute Pigmente haben oder aber die Basis sollte Fawn Schecken sein die nicht unter der Problematik Taub leiden. 
 
Erbgang
 
Der Erbgang zeigt keine klare Dominanz; es wurden bereits Trägertiere mit Scheckung identifiziert.
 

N/N keine Pied Scheckung über den S Lokus

N/s eine Kopie der Pied Scheckung über den S Lokus

N: s/s 2 Kopien der Pied Scheckung über den S Lokus

 

Man geht aber inzwischen davon aus das es auch Pied Zeichnungen wie Mantelscheckungen gibt die noch nicht Testbar sind und somit ergibt sich die Möglichkeit das auch keine S Lokus Träger Pied Zeichnungen hervorbringen können. 

 

Lilac

Beim Franzosen ist ein Lilac

d/d Blau Zeiger 

co/co Cocoa Zeiger

 

Eigentlich nicht korrekt aber es hat sich so eingebürgert. 

 

Isabella 

Beim Franzosen wird Isabella bei folgender Kombination als Farbe genannt .

d/d Blau Zeiger

b/b Testbares Schoko Zeiger 

 

New Shade

 

 

d/d Blau Zeiger

b/b Testbares Schoko Zeiger 

Co / Co 

i/i  Zwei Kopien der Intense Verdünnung 

 

Allgemein Geläufige Farbbezeichnungen bei den Franzosen !

Wir sind allerdings der Meinung das man sich einfach auf die Buchstaben beschränken kann ,da die Namen sich nur bei den Franzosen so eingebürgert haben. Aber zur Information um es abzurunden ! 

 

 

Unklare Farben 

Seal,Urajiro, Reverse Brindle. Sable 

 

Vererbung : 

Jedes Gene vererbt sich immer zu 50 Prozent.

B/b auf b/b ergibt also 50 Prozent b/b , 25 Prozent B/b und 25 Prozent B/B 

Alles auf 100 Welpen oder unendlich  gerechnet.